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Wie Ihr Baby auf seine neue Umgebung reagiert
AUFMERKSAM VON ANFANG AN
Ein Neugeborenes reagiert bereits sofort nach der Geburt auf Ihre Stimme und Ihre Berührungen. Das Kind beruhigt sich und lauscht gespannt, wenn Sie mit ihm sprechen. Lange hat man geglaubt, Kinder seien in den ersten Lebenstagen noch taub. Heute weiß man, dass das Gehör von Neugeborenen schon recht gut ausgebildet ist. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Neugeborene Sprache anderen Klangmustern vorziehen. Das Nervensystem des Neugeborenen scheint auf die Verarbeitung sprachlicher Reize - über das rechte Ohr und die linke Gehirnhälfte - besonders gut vorbereitet zu sein. Bereits unmittelbar nach der Geburt können Kinder offenbar schon die Stimme der Mutter von anderen Stimmen unterscheiden.
Das Sehen ist für Neugeborene vergleichsweise schwieriger. Sie können bei mittlerer Helligkeit auf eine Entfernung von 20-25 cm einigermaßen scharf sehen. Dabei ist das Sehen leichter für sie, wenn sich der Gegenstand bewegt. In einem günstigen Abstand zum kindlichen Auge liegen also z. B. Augen und Mund der Mutter beim Stillen oder beim Trinken aus der Flasche.
Der Geruchssinn ist bei Neugeborenen wiederum recht gut ausgebildet. Sie können offenbar schon zwischen verschiedenen Gerüchen unterscheiden. So zeigen Neugeborene positive Gesichtsausdrücke beim Riechen von Erdbeer-, Bananen- und Vanilleduft und negative als Reaktion auf faule Eier oder Fisch. Wissenschaftler haben sogar nachweisen können, dass Kinder gegen Ende der ersten Woche den Brustgeruch ihrer Mutter von dem anderer Frauen unterscheiden können.
Weitere Informationen von Prof. Gorski und Prof. Schmitt über die nächsten Meilensteine in der Entwicklung Ihres Kindes erhalten Sie hier
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Speziell für neue Eltern: Expertentipps zur Babypflege
ES GIBT VIEL ZU LERNEN
Wenn es um die Pflege eines Neugeborenen geht, müssen Sie schnell eine Menge lernen.
DAS WICKELN
Sie werden eine Menge Windeln wechseln müssen bei einem Neugeborenen vielleicht zehn Stück pro Tag. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich mit dem Verfahren gut vertraut machen. Wenn eine Windel lediglich nass ist, wechseln Sie sie einfach. Wenn Ihr Baby Stuhlgang hatte, säubern Sie seinen Po gründlich mit einem Feuchtigkeitstuch. Sie brauchen keine Seife, es sei denn, Ihr Baby hat Durchfall und der Stuhl lässt sich nicht mit klarem Wasser abwaschen. Wenn Sie Seife verwenden, wählen Sie eine milde Sorte aus. Nachdem Sie den gewaschenen Bereich abgetrocknet haben, reiben Sie den Po mit etwas Fettcreme oder Salbe ein, um Hautreizungen vorzubeugen. Legen Sie dann eine saubere Windel an. Wickeln Sie die Windel fest um den Babypo und schließen Sie die Windelverschlüsse vorne. Wenn beim nächsten Wechseln die Haut im Windelbereich rot ist, haben Sie Ihr Baby zu fest gewickelt oder es braucht bereits die nächste Windelgröße. Am Anfang sollten Sie die Windeln vor jedem Füttern wechseln. Bei den modernen Höschenwindeln kann man nur sehr schwer feststellen, ob die Windel wirklich nass ist, weil der Urin oft fast vollständig aufgesaugt wird. Wechseln Sie die Windeln auch nach jedem Stuhlgang.
ÜBRIGENS:
Wenn die Windel "immer schneller" voll ist, braucht Ihr Baby vielleicht die nächste Windelgröße. Lesen Sie hierzu auch das "Windel-ABC" von Prof. H.-J. Schmitt.
NABELPFLEGE
Sie müssen auch den Rest der Nabelschnur mitpflegen, bevor er schließlich nach zwei bis drei Wochen von allein abfällt. Tupfen Sie bei jedem Windelwechsel den Stummel vorsichtig mit einem in Alkohol getränkten Wattebausch ab. Achten Sie dabei genau auf den Bereich des Stummels direkt um den Nabel herum. Reinigen Sie diesen Bereich sanft, aber gründlich, damit sich hier kein feuchter Schmutz ansammelt. Sorgen Sie dafür, dass Luft an den Nabelstummel gelangt. Falten Sie dazu den Rand der Babywindel um und achten Sie darauf, dass die Kleidung im Bereich des Nabels nicht zu eng sitzt.
Weitere Tipps von Prof. H.-J. Schmitt zur Pflege Ihres Babys und des Nabelstummels finden Sie hier
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Sicherheit für schlafende Säuglinge
IN SICHERHEIT WIEGEN
Neugeborene benötigen viel Schlaf und verbringen den Großteil der ersten Tage im Land der Träume. Sie haben sicher bereits vom Wiegentod oder plötzlichen Kindstod (auch Sudden Infant Death Syndrome, SIDS genannt) gehört, der während der ersten zwölf Lebensmonate eine Bedrohung für Babys darstellt. Obschon die genaue Ursache des Wiegentods unbekannt ist, haben Studien eindeutig nachgewiesen, dass die Einhaltung einfacher Vorsichtsmaßnahmen das Risiko drastisch verringert. Bedenken Sie, dass Babys, die gestillt werden und deren Eltern Nichtraucher sind, weniger gefährdet sind - machen Sie Ihr Haus deshalb zur rauchfreien Zone. Die anderen Richtlinien für einen sicheren Schlaf sind:
- Legen Sie Ihr Baby zum Schlafen immer auf den Rücken.
- Achten Sie darauf, dass es die richtige Körpertemperatur hat. Die Temperatur sollte im Kinderzimmer zwischen 18 und 20 °C liegen, damit dem Baby nicht kalt wird. Überhitzung kann ebenfalls gefährlich sein. Decken Sie Ihr Baby deshalb mit mehreren dünnen Decken zu, die Sie abnehmen können, wenn es ihm zu warm wird. Wenn sich sein Kopf heiß und verschwitzt anfühlt, ist es überhitzt.
- Legen Sie eine feste Matratze in sein Bettchen.
- Verbieten Sie das Rauchen in der Nähe Ihres Babys.
- Achten Sie darauf, dass der Kopf des Babys stets unbedeckt bleibt, indem Sie es mit den Füßen nahe am Fußende des Bettchens (in der so genannten "Füße zu Fuß"-Lage) positionieren, damit es nicht im Bettchen nach unten rutschen und unter die Decke geraten kann.
Für weitere Informationen zur Vorbeugung des plötzlichen Säuglingstodes - Klicken Sie hier
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Aufgedeckt: die Schlafgewohnheiten Neugeborener
RUND UM DIE UHR NUR SCHLAF IM KOPF
Während des ersten Lebensmonats benötigt Ihr Winzling täglich 16 bis 18 Stunden Schlaf. Er verbringt den 24-Stunden-Zyklus in abwechselnden, kurzen Phasen des Schlaf- und Wachzustands. Jede Schlafperiode dauert in der Regel höchstens zwei bis vier Stunden - und dann wacht er mit einem Bärenhunger wieder auf! Zu diesem Zeitpunkt unterscheidet Ihr Baby auch noch nicht zwischen Tag und Nacht. Dies erlernt es im Laufe der nächsten Monate. Es dauert ungefähr sechs Monate, bis sich seine Körperuhr auf einen Tag-und-Nacht-Rhythmus ähnlich dem Ihren eingependelt hat. Sie können diesen Lernprozess jedoch beschleunigen, indem Sie sich bei Tag- und Nachtfütterungen Ihrem Säugling gegenüber jeweils unterschiedlich verhalten. So sollten Sie tagsüber mit Ihrem Baby plaudern, während Sie es stillen, um seine Aufmerksamkeit zu wecken und die Interaktion zu unterstützen. Lassen Sie bei Nachtfütterungen dagegen die Beleuchtung abgedunkelt und reduzieren Sie Hintergrundgeräusche und Stimulation auf ein Minimum. Bleiben Sie realistisch und machen Sie sich während der ersten zwei Monate keine Sorgen über die Schlaf- und Essgewohnheiten Ihres Neugeborenen. Noch ist es zu früh, Routinen entwickeln zu wollen. Sie würden damit nur unnötigen Druck auf sich selbst und Ihr Baby ausüben. Füttern Sie Ihr Kleines bis auf weiteres, wann immer es danach verlangt. Und nutzen Sie die Gelegenheit, selbst ein Nickerchen einzulegen, sobald es eingeschlummert ist.
Weitere Informationen über die Schlafgewohnheiten von Babys finden Sie hier
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Die weit reichenden Vorteile des Stillens
STILLEN GUT FÜR MUTTER UND KIND
Muttermilch strotzt nur so vor Vorteilen, sowohl für Sie als auch Ihr Baby. Studien haben gezeigt, dass für stillende Mütter ein geringeres Risiko besteht, in späteren Jahren an Brustkrebs und Osteoporose zu erkranken. Durch das Stillen wird nach der Geburt auch das Zusammenziehen der Gebärmutter angeregt. Kurz gesagt: Sie erhalten also schneller Ihre frühere Figur zurück. Für Ihr Baby sind die Vorteile sogar noch gewaltiger. Muttermilch ist eine Mischung ausgewogener Nährstoffe, welche die Entwicklung Ihres Babys optimal unterstützt und Antikörper enthält, die ihm weit über das Säuglingsalter hinaus Schutz gegen Krankheiten und Allergien bieten. Muttermilch hat daneben einen großen praktischen Vorteil: Sie müssen sie weder kaufen, mischen, abmessen noch aufwärmen. Sie ist stets vorhanden, auf Verlangen erhältlich und wird mit der optimalen Temperatur "serviert"!
ÜBRIGENS:
Muttermilch ist in der Tat am besten, aber wenn Sie sich aus irgendeinem Grund entscheiden, nicht zu stillen, ist hochwertige Fertigmilch eine gute Alternative. Fertigmilchhersteller verbessern fortlaufend den Nährgehalt ihrer Produkte, um sicherzustellen, dass sie der Muttermilch möglichst ähnlich sind. Die Fütterung per Flasche erfordert eine sorgfältigere Planung als das Stillen; berücksichtigen Sie diesen Faktor, bevor Sie Ihre Entscheidung treffen. Sie müssen über die richtige Ausrüstung verfügen und diese stets ordnungsgemäß sterilisieren. Ferner haben sich Eltern strikt an die Anweisungen des Fertigmilchherstellers hinsichtlich Zubereitung und Lagerung zu halten. Ihren Säugling mitten in der Nacht mit der Flasche zu füttern, ist eindeutig komplizierter, als dem hungrigen Baby einfach die Brust zu bieten. Die Flasche hat allerdings den Vorteil, dass mitternächtliche Flaschenpflichten an den Partner delegiert werden können. Väter können diese nächtlichen Fütterungen dazu nutzen, ihre Bindung mit dem Baby zu verstärken.
Lesen Sie die Beiträge von Dr. Suzanne Dixon und Prof. Dieter Wolke zum Thema Fertigmilch
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Nur nichts überstürzen!
KÜMMERN SIE SICH AUCH UM SICH SELBST
Also gut, Ihr kleines Wunder ist zur Welt gekommen und jetzt sind Sie Eltern. Am Anfang wird das Stillen des Babys beinahe Ihre gesamte Zeit beanspruchen, und in der verbleibenden Zeit werden Sie sich ausruhen wollen. Während dieser wertvollen Phase lernen Sie und Ihr Baby sich kennen. Die Pflege eines Säuglings und das Zurechtfinden in der neuen Situation wird zunächst Ihre gesamte Aufmerksamkeit und Energie in Anspruch nehmen. Kümmern Sie sich deshalb darum, dass Ihnen während dieser Zeit jemand unter die Arme greift und z.B. die Wäsche, das Kochen und Botengänge übernehmen kann. Machen Sie, wenn immer möglich, ein Nickerchen und bemühen Sie sich, das Leben etwas ruhiger anzugehen.
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Familienbande knüpfen
STILLEN FÖRDERT MUTTER-KIND-BEZIEHUNG
Durch das Stillen können Sie leichter eine starke Bindung zu Ihrem Kind entwickeln. Die Intimität, die während solcher Momente zwischen Ihnen und Ihrem Baby besteht, ist ein rührender Anblick. In Ihrem Partner kann er jedoch Neidgefühle auslösen. Er fühlt sich von dieser einzigartigen Erfahrung ausgeschlossen und ist eventuell sogar besorgt, dass ihm die Möglichkeit entgeht, eine ähnlich enge Beziehung mit dem Baby aufzubauen. Geben Sie den Kleinen deshalb nach dem Füttern an Papa weiter, damit dieser seinen Teil beitragen kann - wenn auch nur als Bäuerchen-Generator! Sorgen Sie dafür, dass Vater und Kind regelmäßig Zeit miteinander verbringen. Nach zwei bis vier Wochen bekommt Papa die Gelegenheit, mit einer Flasche abgepumpter Muttermilch das Baby zu füttern. Nachdem Sie sich an das Stillen gewöhnt haben, können Sie anfangen, mit der Hand oder einer speziellen Pumpe Muttermilch abzupumpen. Es wird davon abgeraten, allzu früh auf das Fläschchen umzustellen, da Ihr Baby ein paar Wochen braucht, um seine Saugtechnik an der Brust zu perfektionieren. Warten Sie aber nicht zu lange. Babys versteifen sich schnell auf eine bestimmte Methode und weigern sich möglicherweise, nach dem ersten Monat aus der Flasche zu trinken. Lassen Sie nach zwei oder drei Wochen Papa eine Fütterung pro Tag oder Nacht übernehmen. Die Vater-Kind-Bindung wird zusätzlich gestärkt, wenn Papa regelmäßig beim Baden, Windeln und Ankleiden des Babys mithilft. Oder erlernen Sie zusammen die Kunst der Babymassage - diese sanfte Technik wirkt nämlich auf alle Beteiligten beruhigend.
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In die große weite Welt hinaus
Wenn Sie zum Essen ausgehen wollen, dann machen Sie das doch einfach. Säuglinge können überall schlafen. Also nehmen Sie Ihr Baby mit und genießen Sie die Ruhe, solange sie anhält. Achten Sie lediglich vor dem Aufbruch darauf, dass Ihr Baby satt und trocken ist. Gehen Sie aber nur in ein Lokal, in dem Ihr Kind keinem Zigarettenrauch ausgesetzt ist!
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